Nahe dem Urquell der Thur am Südhang des Säntis im Kanton St. Gallen überwindet der Bach in zwei Kaskaden von 10 bis 13 Metern Höhe ein Kliff. Bei der Schneeschmelze entsteht ein Naturschauspiel der eindrücklichen Art.

Die drei Aussichtsplattformen und die in die Felsen geschlagenen Zugänge sowie die Galerie auf der untersten Ebene lassen die Neugierigen bis fast ans Wasser gelangen und inmitten der Naturkraft sinnieren.

Besonders Wanderfreudige finden in einer strengen Wanderung bis zur Quelle der Thur. Das Gebiet oberhalb der Wasserfälle ist eine Karstregion voller Risse, Spalten und Karstlöcher. Unterirdische Seen, Kanäle und Löcher sind häufig. Die Suche nach der Quelle der Thur ist deshalb nicht ganz einfach, aber dafür eine besondere Erkundung.

Idda vom Toggenburg

Ida soll die Tochter eines Grafen von Kirchberg bei Ulm gewesen sein und mit einem Grafen von Toggenburg verheiratet. Nach der Legende habe einst ein Vogel Idas Ehering gestohlen. Der Ring wurde von einem Jäger im Nest des Raben gefunden. Als ihr Ehemann das schöne Stück an der Hand des Jägers bemerkte, bezichtigte er Ida des Ehebruchs. Er liess den Jäger ermorden. Dazu stürzte er Ida im Zorn aus dem Fenster seiner Burg. Wegen ihrer Unschuld sei sie gerettet worden. In ihrer Einsiedelei später aufgespürt, klärte sich das Fehlurteil auf, aber Ida wollte weiter als Eremitin ihr Leben Gott widmen. Ihr reuiger Mann liess ihr später in der Au beim Kloster Fischingen eine Klause errichten, wo sie im Ruf der Heiligkeit starb.

Zugang

Eine kleine Wanderung von Unterwasser führt durch das Chämmerlitobel in 15 Minuten zu den Thurfällen.

 

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