Der Husemersee ist vor allem seiner idyllischen Badeorte wegen bekannt, doch es gibt noch viel mehr an Natur zu entdecken: Wasserschlangen, Fischotter und eine Sumpflandschaft, die nur so vor Leben strotzt. Das Naturschutzgebiet und der See bieten ein paar tierische Besonderheiten. So sind die Radnetzspinnen so zahlreich, dass deren Netze kaum übersehbar sind. Auch die Laube, sonst eher ein seltener Fisch, kommt im Husemersee ziemlich häufig vor.

Geologisch sind die vier Naturseen, welche der Husemersee unter einem Namen vereint, bedeutend. Das undurchdringliche Moränenmaterial, das sich beim Rückzug der Gletscher ablagerte, bildet die Grundlage der Seen. Die Toteismassen verhinderten die Schotterablagerungen und so entstanden die Seen. Damit ist der Husemersee ein Toteissee.

Die Nachbarseen sind während der Weltkriege entstanden, als keine Kohle mehr in die Schweiz transportiert wurde. Hier hat man Torf abgebaut und in die Stadt verkauft. So entstanden die Weiher.

Das schneeweisse Steinchen

Einst weidete ein Hirtenknabe seine Tiere auf einer saftigen Wiese. Unter der strahlenden Sonne liegend bekam der gesangstalentierte Hirt Durst. Auf der Suche nach Wasser fand er unter einer hohen Tanne ein kleines Weiherchen. Gierig trank er vom Teich. So entdeckte er ein Vogelnest im Baum, das sich im Wasser spiegelte. Wie ein Eichhörnchen kletterte er die Tanne hoch. Doch das Nest war nicht mehr zu finden. Als er enttäuscht wieder unten war, prüfte er seine Sinne. Tatsächlich: da war das Nest. Wiederholt kletterte er vergeblich hoch. So zählte er die Äste im Wasserspiegel einzeln ab und gelangte an das Nest. Darin fand er einen hübschen kleinen weissen Stein, den er sofort einsteckte. Am Abend trieb der Geissenhirt wie gewohnt seine Tiere ins Dorf zurück. Wie immer pfiff und sang er dazu vergnügt. Doch die Menschen waren erschrocken: Der Hirt war nur zu hören, aber nicht zu sehen. Der Vater des Hirten fragte verzweifelt, ob er auf dem Hexenplatz oder in der Zauberhöhle war, dass er unsichtbar wurde. Der Knabe erzählte vom Steinchen und reichte es dem Vater. So verschwand der Vater und der Knabe ward wieder gesehen. Verzweifelt warf der Vater den Stein in den Sodbrunnen. Es krachte, donnerte und blitzte. Doch es blieb alles wie ist war. Sogar der Brunnen blieb bestehen.

Ein Wanderer, der von der Geschichte hörte, bot bei der Durchreise eine Kiste voller Taler, wer ihm das Steinchen wiederbringe. Doch der Stein blieb seither verschwunden.

Zugang

Zwischen Trüllikon und Ossingen hat es einen Parkplatz von da aus oder vom Bahnhof Ossingen ist der See sehr schnell zu Fuss zu erreichen. Mehrere Wanderwege führen um den See.

 

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