Burgruine Kindhausen

Wenige Reste einer Höhenburg in Bergdietikon haben die Zeiten überstanden. Noch weniger ist über die Burg bekannt. Vermutlich waren die Herren von Schönenwerd die Erbauer der Mauern, die heute mitten im Wald kaum zu finden sind.

Die Burg war zweigeteilt. Auf der südlichen Hügelkuppe, dem höchsten Punkt, stand ein runder Turm neben einem viereckigen kleinen Palas.

Die Sage vom Egelsee

Die Ritter in der Schweiz waren nicht selten Tyrannen. Sie raubten, brannten und mordeten. Auch Riko, der Herrscher der Burg auf dem Heitersberg war ein solches Scheusal. So hiess die Burg im Umkreis Bauernweh, weil sie den Bauern allerhand Unglück brachte. Mit seinen wilden Hunden zog der Ritter los und überfiel die Landwirte.

Eins kamen Sie auf den Hof einer Witwe, die ihren Zins nicht zahlen konnte. So packte der Ritter Hab und Gut der Frau, trieb die Kinder aus dem Haus und brannte dieses nieder. Die Witwe wollte für ihr Kleinstes noch eine Hand voll Mehl Retten. Da riss der grausame Ritter ihr das Kind aus den Armen und gab es den Flammen hin. «Jetzt braucht es keinen Brei mehr», höhnte er und zog von dannen.

Die Mutter flehte zum Himmel, dass dieser Jammer enden mögen. So wurde die Wehklage erhöht. Ein furchtbares Unwetter tobte des nachts in der Gegend. Blitz und Donner grollten direkt über der Burg. Mit gewaltigem Krachen versank die Burg mit samt den Bewohner in tiefem Abgrund. Tags darauf lag ein schwarzer See an der Stelle, wo einst die Burg thronte. Lange hat sich dem See niemand genähert. Heute ist es der Egelsee.

Zugang

Von Hasenbergturm erreicht man die Ruine in 15 Minuten Fussmarsch Richtung Egelsee.

 

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