Ein äusserst ungewöhnliches Naturerbe wächst in der Nähe der jurassischen Hauptstadt Delémont heran und trotz der Zeit. Die aussergewöhnliche eiche ist die älteste Stieleiche in Europa und im Buch der Rekorde aufgeführt. Ihr alter ist schwer zu bestimmen, doch einige sprechen von mehr als tausend Jahren. Die knorrig trockenen Äste sind Zeugen der Zeit und wirken wie die Finger einer alten Frau. Die Beulen und Kerben stammen von Blitzeinschlägen und haben der Eiche ihren Übernahmen gegeben. Die Eiche hat Leid und Glück erlebt und erzählt von 1000 Jahren Ewigkeit. Sie hat Kriege und Unwetter gesehen und allem getrotzt. So erzählt man sich noch heute die Legenden.

Legenden

In alten Mythen und Sagen gilt die Eiche als heiliger Baum, als Lebensbaum. Häufig galt die Eiche als Symbol der Unendlichkeit. So wurde darunter oft Gericht gehalten. Es heisst in einer dieser Legenden, dass ein junger Mann, wenn er ein junges Mädchen aus dem Dorf Châtillon heiratete, in der Hochzeitsnacht eine Eiche pflanzen musste. So eine Eiche dürfte auch die Millenniums-Eiche sein.

Hintergrund

Die Chêne des Bosses verdankt ihre Langlebigkeit ihrer aussergewöhnlichen Gesundheit sowie dem windgeschützten Standort. Ideale Lichtbedingungen und der frühe Schutz der Eiche auf Grund ihrer nahrhaften Eicheln haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass wir heute den Baum noch bestaunen dürfen.

Zugang

Ausserhalb des Dorfes Châtillon hat es Parkplätze, von wo es zu Fuss in ca. 10 Minuten zum Baum geht. Ein Lehrpfad führt vom Dorfzentrum bis zur Eiche.

 

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