Der Trient quellt aus dem Trientgletscher im Schweizer Mont-Blanc-Gebiet, fast in Frankreich. Bei Martigny riss der Fluss in 20.000 Jahren mühevoller Arbeit eine eindrückliche Schlucht in den Felsen. Zwei Brücken des Mont-Blanc-Express überspannen das Tal hinauf nach Chamonix.

Wie der Steinbock nach Martigny kam…

Nach der letzten Eiszeit war der Steinbock in der Schweiz komplett ausgerottet. Im Aostatal in Italien blieb ein kleines Jagdgebiet des Königs bestehen. Die Wiederansiedlung mit Mischzuchten scheiterte. Doch zur Einweihung des Simplon-Tunnels Anfang des letzten Jahrhunderts sollte der italienische König dem Bundespräsidenten einige Böcke zur Wiederansiedlung übergeben. Doch die Anfrage wurde harsch abgelehnt. So half sich die Schweiz selbst: In einer Nacht- und Nebelaktion schmuggelten einige Gesandte zwei Kitze über den Grossen St. Bernhard nach Martigny. Eine saftige Busse hielt niemanden davon ab, die gestohlenen Steinböcke sorgfältig auf die Wiederansiedlung vorzubereiten. Heute sind wieder 14.000 Steinböcke in den Schweizer Alpen ansässig.

Zugang

In Vernayaz hat es Parkplätze direkt bei der Schlucht. Durch den Blumenladen schlendernd erreicht man die Schlucht und kann die Gehsteige in einer gemütlichen halben Stunde bis zum Ziel entlanggehen.

 

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