Wer in Cagliari zwischen Viale Merello und Viale Fra Ignazio spaziert, ahnt kaum, dass unter den Füßen ein Stück stiller Geschichte liegt: die Galleria Don Bosco, ein Tunnel aus der Tiefe der Jahrhunderte. Im 18. Jahrhundert von piemontesischen Ingenieuren aus strategisch-militärischen Gründen in den Fels geschlagen, wurde der 180 Meter lange Gang im 20. Jahrhundert zu einem Ort des Überlebens.
Während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs diente die Galleria als Schutzraum für Hunderte von Menschen – als letzter Zufluchtsort unter dem wankenden Himmel. Es war kein Platz der Schönheit, aber einer der Hoffnung.
Heute ist nur noch ein Zugang erhalten, verborgen in der Via Don Bosco, doch wer ihn betritt, durchquert mehr als nur einen Tunnel: Er wandelt auf einem stillen Pfad des Gedenkens, wo der Stein Geschichten atmet, die keine Worte brauchen.














