Schon im 11. Jahrhundert haben die Herren von Wolhusen die Burg errichten lassen. Schon davor hatten sie eine Motte – einen künstlich errichteten Erdhügel mit Holzburg – gebaut. Von da aus beherrschten die Herren einen Drittel des heutigen Kantons Luzern, bevor die Besitztümer in die Hände der Habsburger gelangten.

Hintergrund

Die äussere Burg liegt auf einer Anhöhe nördlich von Wolhusen. Die innere Burg lag über dem Ortsteil Markt. Die äussere Burg war damals die grösste Festung des Kanton Luzern. Vom kleineren inneren Burgteil ist heute kaum mehr etwas übriggeblieben. Doch den äusseren Teil hat die Gemeinde liebevoll restauriert und mit mannigfaltigen Grillmöglichkeiten sowie einem Aussichtsturm erweitert.

Heute ranken sich viele Legenden um die Burg…

Das Doggali

In Wolhusen treibt ein unheimliches Wesen herum. Die Gestalt des Unwesens ist keinem so recht bekannt, doch im Burgwald soll es schon oft gespürt und gehört worden sein. Es erschreckt von klein bis gross die Menschen und nachts hockt es den Menschen auf die Brust und schnürt ihnen die Kehle zu. Die Kinder getrauen sich deshalb kaum mehr den Doggaliweg von der Totenkappelle zur Burg hinauf.

Die drei Rosse

Der Freiherr von Wolhusen war ein äusserst gieriger Zeitgenosse. So kam er einst bei einem Bauern vorbei, wo ein stolzer Stamm dem Freiherrn ins Auge stach. So befahl er dem Bauern, ihm das schöne Holz auf die Burg zu bringen. Doch dieser jammerte: «Ich habe weder Pferd noch Wagen, um ihn dir zu bringen.» Sein Nachbar kam zur Hilfe mit drei prachtvollen Rappen und zog den Baum zur Burg. Im Anblick der schönen Pferde enteignete der Herrscher selbst diese. Der Fuhrman entgegnete: «So soll es sein. Das erste Ross ist dein verstorbener Vater. Das zweite dein Grossvater. Das daneben ist dein Urgrossvater». Die Tiere bestätigten nickend. «Wenn du nicht bald deine Tyrannei beendest, endest du alsbald als Pferd und ich besitze ein Vierergespann!». Ab dann liess der Tyrann die Untertanen in Ruhe.

Zufahrt

Parkplätze hat es beim Spital Wolhusen. Von da ist der 10-minütige Weg beschildert. Wenn man mittwochs oder sonntags in der Gegend ist, lohnt sich auch der Besuch des Tropenhauses gleich in der Nähe.

 

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