Im Hochmittelalter war die Grottenburg eine Flucht- und Rodungsburg und galt als eine der wichtigsten Höhlen im Kanton Zürich. Wie lange und seit wann die Höhle diesem Zweck diente, ist nicht mehr nachweisbar, denn mehr als unbestimmte Scherben und alte Ofenkacheln sind den Archäologen nie in die Hände gekommen. Heute stehen nur noch die Reste einer dicken Bollsteinmauer.

Sagen

Zahlreiche Sagen kreisen um die Höhle. So sollen die Lampohren oder auch Erdmännchen in der Höhle gehaust haben. Den Namen bekamen sie, weil ihre Ohren kaum unter ihren Mützen Platz fanden. Beliebt machten sich die Lampohren bei den Leuten im Tal, weil sie immer mithalfen, wenn die Arbeit zu viel wurde. Felder pflegen, Korn schneiden und Wiesen mähen: So halfen die Lampohren, wo sie konnten. Doch beim Talmüller kam die Hilfe nicht gut an. Er belächelte die Männchen und verspottete sie gar. Einst wollte er wissen, welche Füsse, sie unter den Socken tragen und streute Mehl ums Haus. Die Erdmännchen merkten, worauf er abzielte und verliessen noch in der gleichen Nacht das Tal.

Der geschichtliche Hintergrund der Sage könnte sein, dass in der Höhle wohl einst die Armen Zuflucht fanden und jede Gelegenheit nutzten, um an Arbeit zu kommen.

Zugang

Beim Huebhof im Bachsertal hat es Besucherparkplätze, Mindestens ein Glas Wein muss aber drin sein, damit diese für den Ausflug zum Erdmännliloch genutzt werden kann. Von dort aus geht es zu Fuss zuerst süd-ostwärts der Strasse entlang, bis diese Richtung Nordwesten dreht. Danach sind etwa 20 Minuten Richtung Hohfluh. Beim Naturschutzplakat führt ein kleiner Weg links den Hügel hinunter zur Burg. Hinweisschilder fehlen leider.

 

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