Die Rheinschlucht ist einer der Naturschauspiele, deren Anblick und Grösse den Menschen wieder zurück zu seiner kleinen bescheidene Realität zurückholt. Zwischen Illanz und Reichenau erstreckt sich der 13 Kilometer lange Graben.

Hintergrund

Vor rund 10'000 Jahren hat sich in Flims ein Bergsturz ereignet und mehrere Milliarden Kubikmeter Fels freigesetzt. So wurde das Vorderrheintal begraben. Nun hatte sich ein See aufgestaut, der sich nach und nach durch die Schlucht entwässert hat, als sich der Rhein in die Bergsturzmassen einfrass.

Das Erlentrögli

Beim «Erlentrögli» am Weg von Carrera nach Versam, entspringt ein Bach. Der Bach ist so eisenhaltig, dass er heilende Kräfte hat. Das Wasser wirkt klar, setzt aber rötlich ab. So erzählen sich die Dorfältesten, dass in der Quelle Blut fliesst, weil einst in einem Stall auf der Alp ein junger Mann seinen Bruder ermordet hat. Die beiden hatten sich in die gleiche Schönheit verliebt und sind so aneinandergeraten, bis der eine der anderen erschlug.

Zugang

Mit der Rhätischen Bahn kann man die Rheinschlucht befahren. Von den Dörfern Trin und Bonaduz kann man zu Fuss jeweils die Nord- oder die Südseite der Schlucht erreichen. Diverse Aussichtspunkte und Türme sind an der ganzen Strecke verteilt. Besonders sehenswert ist Il Spir zwischen Flims und Trin Mulin.

 

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