An der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Fribourg im Spannungsfeld zwischen dem Bistum Lausanne und der Reichstadt Bern und später zwischen Katholiken und Reformierten hat die Burg seit jeher den Sensegraben tiefer gemacht, als er natürlicherweise war. So wurde das Castell zur grössten Burg des Kantons Bern. Mit über 150 Länge und 50 Metern breite waren die Ausmasse zur vollen Ausbauzeit mächtig. Strategisch liegt die Burg sehr durchdacht: nur die Südostseite bietet über einen Felssattel Zugang, während die anderen Seiten bis zu 60 Meter senkrecht abfallen.

Die Geschichte der Burg reicht ins Jahr 1220 zurück. Doch wer genau die Erbauer waren, ist umstritten. Die Zähringer kommen in Frage. Sicher ist, dass die Burg ab 1250 vom Kyburger zum Savoyer und dann zum Habsburger Besitz wurden. 1575 wurde die Burg aufgegeben und zerfiel danach.

Legende

Die Grasburg war einst eine der fiesesten Burgen unseres Landes. Bewohnt wurde sie vom Burgherrn und Tyrann Amadeus. Er unterdrückte seine Untertanen auf jede erdenkliche Weise und liess Menschen grundlos einkerkern. Eine Magd stiess ihn schliesslich, während einer stürmischen Gewitternacht, in die tosende Sense. Der wilde Strom nahm den zerschmetterten Leichnam des Tyrannen und trug ihn fort. Man hat ihn nie mehr gefunden.

Zufahrt

Vom Bahnhof Schwarzenburg führt eine kurze Wanderung zur Grasburg. Der Weg ist auf den Wanderwegen ausgeschildert. Alternativ kann man die Grasburg auch von der Sodbachbrücke zu Fuss erreichen. Mit dem Auto ist die Grasburg ebenfalls erreichbar, Parkplätze sind nur wenige vorhanden.

 

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