Seit einiger Zeit hat sich ein Verein der Jagdburg angenommen und restauriert die stattlichen Ruinenmauern der «Burg ze Stoke». Der erste Teil der Sanierung ist abgeschlossen, doch für die weiteren notwendigen Erhaltungsarbeiten fehlt das Geld. Dennoch soll die Ruine schon bald wieder von den Gerüsten befreit und zugänglich gemacht werden.

Geschichte

Die Höhenburg stammt aus dem 12. Jahrhundert, das die österreichischen Herzöge an Heinrich von Wädenswil geliehen haben. Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Herrschaft Stocken samt Burg an den Thuner Stadtschreiber. Erst nach der Herrschaft von Jakob von Wattenwyl wurde die Burg um 1642 aufgegeben und verfiel danach.

Der Niesenmüller

Es waren einmal drei Männer fern von ihrer Heimat. Der eine war von Amsoldingen, der andere von Oberhofen und der dritte von Steffisburg. Ein alter Mann gab ihnen Anweisung, wie sie wieder in ihre Heimat gelangen könnten. Er zeigte ihnen einen Baum, an dem ein Schlüssel hing, mit dem sie die Türe zu einem Goldgemach in den nahen Felsen öffnen könnten.

Von dem Gold dürfe jeder einmal im Tag eine Handvoll mitnehmen, aber nicht mehr und ohne ein Wort zu verraten. Die drei Männer fanden die Tanne und holten jeden Tag eine Handvoll Gold. Bald aber verleitete die Unersättlichkeit zwei der Gesellen zweimal des gleichen Tages Gold zu nehmen. Bald darauf starben sie.

Der Dritte lebte nun im Überfluss. Eines Abends liess er sich verleiten einem Gast im Wirtshaus zu erzählen, wie er zu dem Gold gekommen sei. Da er dadurch das Gebot übertreten hatte, konnte er den Eingang in den Felsen und die Goldkammer nicht mehr finden. So musste er sich bei einem Müller auf dem Niesen als Knecht verdingen. Von diesem Müller stammen vermutlich die Mühlensteine, die rechts ob den obersten Sennhütten des Niesens zu sehen sind. Es sind sieben, die zerstreut zwischen einer Menge von grösseren Steinmassen herumliegen, welche von der Fluh heruntergefallen sind. Diese Steine sind rund gehauen, gleich dick und haben in der Mitte das in erforderlicher Grösse gehauene Loch. Diese Mühlsteine müssen seit langer Zeit da liegen und sind bestimmt von Menschenhand gemacht.

Zugang

Der Zugang zur Burg ist derzeit gesperrt, soll aber mit der Entfernung der Gerüste wieder geöffnet werden. Am besten erreicht man die Ruine zu Fuss aus Amsoldingen oder Höfen. Die umliegenden Höfe oder Strassen sollten auf keinen Fall als Parkplätze verwendet werden.

 

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