Im Wangental auf einem Felsvorsprung am Rossberg haben sich die Herren von Radegg niedergelassen. Sie wussten sich strategisch perfekt zu positionieren und lagen mit Ihrer Burg nicht nur von der Weitsicht her, sondern auch mit den auf drei Seiten steil abfallenden Hängen, goldrichtig. Nicht viel ist bekannt über das Gemäuer, nicht einmal die Hintergründe zur Zerstörung sind klar.

Die Sage vom Kätterli

Einst war ein Raubritter Herr der Radegg. Seine Frau verstarb bei der Geburt des ersten Mädchens nach sieben Söhnen. So bekam das Kindchen den Namen Kätterli. Den Ritter warf es nach dem Tod seiner Frau komplett aus der Bahn. Er verlor Anstand und jegliche ritterliche Tugend. Plünderungen und Raubzüge in der Gegend gehörten fortan zur Tagesordnung. Selbst Reisende durchs Wangental galt es nicht zu verschonen. Kätterli pflegte die Gefangenen im Verlies und hat sie stets aufgemuntert. Ein italienischer Adeliger verliebte sich prompt in sie. Als er sich freigekauft hatte, hielt er um die Hand von Kätterli an. Doch diese fühlte sich - fromm wie sie war - der Familie und den Gefangenen verpflichtet. Mit einem blaublühenden Rosenstock beschenkte der Adelige das Mädchen, um sie zu überzeugen. Kätterli pflanzte den Stock im Garten und ging bei Kummer und Sorge hin, um zu vergessen.

Die Herren des Hauses trieben es immer bunter und kamen ins Geschütz der Kriegsherren von Schaffhausen und der Bauern von Osterfingen. In einer rauen Winternacht machten diese sich gemeinsam auf, um die Burg niederzubrennen. Auch Kätterli fiel dem Brand zum Opfer, als der Dachstuhl einbrach. Die unerfüllte Liebe lässt Kätterli bis heute nicht ruhen. Bei klarer Nacht sollen einsame Streuner die Dame auf der Ruine sitzen sehen, sie betet für die Seelen ihrer Familie und wartet auf ihre Erlösung. Sollte ein junger Ritter eine blühende Rose für Kätterli finden und sie bringen, wird sie erlöst.

Zugang

Wanderwege führen von Osterfingen in einem steilen Aufstieg direkt zur Ruine.

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